Einleitung
Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin wurde am 4. Februar 1972 in Basel gegründet. Die Zahl der ursprünglich 28 Gründungsmitglieder ist inzwischen auf 453 Mitglieder und 88 zertifizierte Intensivpflegestationen gestiegen. Unsere Gesellschaft ist Mitglied der FMH sowie des Verbandes chirurgisch und invasiv tätiger Ärztinnen und Ärzte Schweiz (fmCh). Zu ihren vorrangigen Zielen gehören die Sicherstellung einer qualitativ hochstehenden Fort- und Weiterbildung, die Förderung der Forschung sowie die Vertretung der beruflichen Interessen ihrer Mitglieder.
Organisation und Aufgaben der SGI-SSMI
Die Hauptaufgaben der Gesellschaft werden von verschiedenen Kommissionen wahrgenommen. Die Kommission für die Anerkennung von Intensivstationen (IS) hat Richtlinien für die Planung neuer und den Umbau bestehender IS aufgestellt, die den Mindestanforderungen an Architektur, Organisation und Qualität entsprechen. Die Kommission Datensatz hat das Konzept des «minimalen Datensatzes» erarbeitet, der wesentliche Informationen über die Qualität der Einrichtungen, der Prozesse und der Ergebnisse einer IS liefert und für deren Zertifizierung, Anerkennung zu Ausbildungszwecken und die DRG-Kategorisierung notwendig ist. Die Kommission für Weiter- und Fortbildung überarbeitet regelmässig das intensivmedizinische Ausbildungsprogramm und beurteilt periodisch die Ausbildungseinrichtungen. Die Kongresskommission ist für die Förderung der Forschung im Bereich Intensivmedizin in der Schweiz verantwortlich. Sie besteht aus acht Mitgliedern, darunter drei wissenschaftliche Sekretäre, die die Jahrestagungen der Gesellschaft und ihre Sitzungen planen. Die Prüfungskommission ist für die jährliche Durchführung der Fachprüfungen für Intensivmedizin zuständig. Sie erarbeitet die Prüfungsfragen und erstellt eine Liste qualifizierter Experten für die Beurteilung der Kandidaten. Die Paritätische Kommission für die Weiterbildung von Krankenpflegepersonal in Intensivpflege, die aus ärztlichen Delegierten der SGI-SSMI und des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner mit Weiterbildungsdiplom in Intensivpflege besteht, ist für die Reglementierung und Überwachung der Ausbildung von Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern für Intensivpflege zuständig. Ferner besitzt unsere Gesellschaft eine Tarifkommission sowie Interessengruppen zur Förderung der Betreuung, Ausbildung, Forschung und Qualität auf ihrem jeweiligen Gebiet. Die Schweizerische Interessengemeinschaft für Intensivpflege des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Bereich der Intensivpflege. Die Interessengruppe Sepsis, die sich aus Mitgliedern der verschiedenen Fachgesellschaften zusammensetzt, bezweckt den Aufbau von Netzwerken zwischen Kliniken, Forschungsinstituten und der Industrie, die Entwicklung von Richtlinien zur Diagnostik und Therapie der Sepsis sowie die Durchführung der Weiter- und Fortbildung auf diesem Gebiet.
Jahrestagung
Die Gesellschaft organisiert zahlreiche Symposien, Ausbildungsworkshops und eine Jahrestagung gemeinsam mit einer anderen medizinischen Fachgesellschaft. Die nächste Jahrestagung findet vom 02.-04. September 2010 in Lausanne zusammen mit der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie (SGInf), der Schweizerischen Gesellschaft für Spitalhygiene (SGSH), der Schweizerischen Gesellschaft für klinische Pharmakologie und Toxikologie (SGKPT), der Schweizerischen Interessengemeinschaft für Intensivpflege (IGIP)und als Gast die Schweizerische Gesellschaft für Transplantation statt.
Portrait 2009 publiziert in der Schweizerischen Ärztezeitung: 2009;90:3, PDF.
Lucas Liaudet, Lausanne