In der Intensivmedizin werden Patienten in der Schweiz seit über 30 Jahren auf Grund des Schweregrades der aktuen Erkrankung oder des diagnostisch-/therapeutisch-/pflegerischen Aufwandes eingeteilt. In allen SGI-anerkannten Stationen wird eine Einteilung einmal pro Pflegeschicht (d.h. einmal pro 8 oder 12 Stunden) gemacht. Patienten werden je nach Schweregrad in die SGI-Kategorien 3 (relativ geringer Aufwand), 2, 1B oder 1A (sehr hoher Aufwand) eingeteilt. Eine Pflegefachfrau resp. ein Pflegefachmann kann ca. 3 Patienten mit SGI-Kategorie 3 betreuen, währenddem für Patienten mit SGI-Kategorie 1A mehr als eine Pflegefachperson eingesetzt werden muss.
Da das bisherige System relativ uneinheitlich angewendet wurde, hat die SGI-KPK (Kommission für Patientenkategorisierung, neu heisst diese Kommission SGI-KDS) im Jahre 2005 mittels einer Datenerhebung von über 4'000 Behandlungstagen respektive über 12'000 Pflegeschichten ein neues System der Kategorisierung vorgeschlagen (vgl. Folien). Das neue System basiert im wesentlichen auf einer Kurzform von TISS-28 (dem sogenannten NEMS) und einem Score für die Unruhe (SAS oder RASS). Weitere Informationen zur neuen Kategorisierung finden sie hier (pdf, 82KB).
Die nachfolgenden Publikationen aus medizinischen Fachzeitschriften stellen lediglich eine kleine Auswahl aller Referenzen zum Thema dar.