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27. Nov
Smarter medicine: Erste Empfehlungen für Pflegende

Der Trägerverein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» hat zum Ziel, unnötige medizinische Behandlungen zu verhindern. Die akademische Fachgesellschaft (AFG) Gerontologische Pflege beteiligt sich als erste nicht-ärztliche Organisation an dieser Initiative und veröffentlicht eine sogenannte «Top-5-Liste». Darin formuliert die AFG Gerontologische Pflege fünf Empfehlungen im Umgang mit betagten Menschen.

 

Im Unterschied zu den bisher publizierten Top-5-Listen liegt der Fokus bei den Handlungsempfehlungen der AFG Gerontologische Pflege nicht auf der Fehl- und Überversorgung, sondern auf der potenziellen Unterversorgung der Patientinnen und Patienten. Für die Umsetzung der Empfehlungen, die gemäss der Herausgeberin auf den ersten Blick selbstverständlich wirken mögen, müssen Verhaltensroutinen durchbrochen werden. So wird beispielsweise empfohlen, auf nächtliche Routinekontrollen zugunsten eines besseren Schlafverhaltens zu verzichten. Solche Veränderungen erfordern das Commitment aller Beteiligten auf allen Hierarchiestufen. Wünschenswert ist eine Diskussion der fünf Empfehlungen überall dort, wo alte Menschen Pflege benötigen.


Der Trägerverein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland», der nebst medizinischen Fach- und Berufsorganisationen auch von Patienten- und Konsumentenorganisationen unterstützt wird, möchte die Öffentlichkeit für die Themen der Fehl- und Überversorgung sensibilisieren. Die Kampagne knüpft dabei an die erfolgreiche amerikanische Initiative «Choosing Wisely» an, die zum Ziel hat, nicht nur «kluge Entscheidungen» herbeizuführen, sondern auch die offene Diskussion zwischen Ärzteschaft, Patientinnen und Patienten und der Öffentlichkeit zu fördern. Die SAMW unterstützt diese Initiative als Mitglied der Trägerschaft.

 

Besuchen Sie die Website: www.smartermedicine.ch

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